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| Duration: 04:00 min.

Lehramt international – Dein Weg ins globale Klassenzimmer (2026)

Dein Weg ins internationale Lehramt: Auslandsaufenthalte, Förderprogramme und Möglichkeiten weltweit.

Du hast dein Abitur oder stehst kurz davor und fragst dich: „Kann ich Lehramt studieren – und gleichzeitig internationale Erfahrungen sammeln?“ Ja, das kannst du! Das Stichwort dafür lautet „Lehramt international“. In einer zunehmend vernetzten Welt stehen Schulen nicht nur lokal, sondern global vor neuen Herausforderungen – deswegen suchen sie Lehrkräfte mit interkultureller Kompetenz, guten Fremdsprachenkenntnissen und Auslandserfahrung. In diesem Artikel erfährst du Schritt für Schritt, wie du dein Studium mit einer internationalen Komponente planen kannst: von diversen Programmen über Auslandspraktika bis hin zu Karrierechancen im Ausland.

Wenn du dich fragst: „Wie kann ich Lehramt studieren und gleichzeitig ins Ausland gehen?“, „Was bringt mir das?“ oder „Was muss ich jetzt planen?“ – dann bist du hier genau richtig.

Was bedeutet „Lehramt international“ eigentlich?

Lehramt international bedeutet vor allem eines: Studium mit globaler Perspektive – und ja, das funktioniert auch im Lehramt. Du studierst nicht nur in Deutschland für das deutsche Schulsystem, sondern verbindest dein Studium darüber hinaus bewusst mit internationalen Erfahrungen. Dazu gehören Auslandsaufenthalte, Einblicke in andere Bildungssysteme, interkulturelles Lernen und Kompetenzen, die dich als zukünftige Lehrkraft auf eine vielfältige Welt vorbereiten, im Ausland als auch an deiner Heimat-Hochschule in Deutschland.
 

Dabei kannst du entweder dein Studium in Deutschland starten und zusätzlich Auslandspraktika, Auslandssemester oder internationale Module in dein Studium in Deutschland integrieren. Oder du entscheidest dich dafür, das Lehramtsstudium direkt mit internationalem Fokus oder sogar teilweise im Ausland zu absolvieren.

Warum Lehramt international studieren?

„Warum sollte ich überhaupt ins Ausland gehen, wenn ich später doch in Deutschland unterrichte?“ Eine berechtigte Frage – und genau deshalb lohnt sich ein Blick auf die Vorteile. Denn Auslandsaufenthalte bringen dir weit mehr als nur ein Pluspunkt im Lebenslauf:

  • Interkulturelle Kompetenz: Du lernst, wie Lernen und Lehren in anderen Ländern funktionieren – das stärkt deine Fähigkeit, mit kultureller Vielfalt im Klassenzimmer umzugehen.
     
  • Sprachliche Vorteile: Fremdsprachenkenntnisse und Auslandserfahrung kommen bei Arbeitgeber*innen gut an – und helfen dir, Schüler*innen besser zu verstehen, die selbst in einer Fremdsprache lernen müssen. 
     
  • Karriere-Boost:  Lehrkräfte mit internationaler Erfahrung heben sich bei Bewerbungen klar ab. Viele Schulen – gerade auch solche mit bilingualen oder interkulturellen Schwerpunkten – sehen Auslandserfahrung als wertvolles Zusatzprofil.
     
  • Globale Perspektive: In einer Welt mit Migration, digitalem Wandel und internationalen Einflüssen brauchen Schulen Lehrkräfte,  die über den Tellerrand hinausschauen und globale Dynamiken verstehen.

Ein Auslandsaufenthalt kann dir wertvolle Einblicke in ein völlig anderes Schulsystem geben und dein pädagogisches Verständnis erweitern. Gleichzeitig stärkst du dein Profil, denn die Kombination aus Lehramtsstudium und Auslandserfahrung kann ein echtes Alleinstellungsmerkmal sein. Darüber hinaus entwickelst du zentrale Soft Skills wie Anpassungsfähigkeit, interkulturelle Kommunikationsfähigkeit und eine starke Selbstorganisation – Fähigkeiten, die dich sowohl im Studium als auch im späteren Berufsleben nachhaltig weiterbringen.

Wenn du also fragst: „Was bringt mir ein Auslandsaufenthalt im Lehramt?“ – dann kann die Antwort Folgendes beinhalten: interkulturelle Perspektiven, bessere Chancen und ein Blick, der über das Klassenzimmer hinausgeht.

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Lehramt studieren

Wege ins Ausland während des Studiums

Du fragst dich: „Wie kann ich mein Lehramtsstudium mit internationalen Erfahrungen verbinden?“ Es gibt mehrere Wege, die dir den Schritt ins Ausland ermöglichen:

1

Auslandssemester

Verbringe ein oder zwei Semester an einer Partneruniversität im Ausland, z. B. auf Englisch oder in einer anderen Fremdsprache. So tauchst du komplett in ein anderes Bildungssystem ein und sammelst interkulturelle Erfahrungen. Für manche Studiengänge (z. B. Anglistik) kann so ein Auslandsaufenthalt je nach Hochschule obligatorisch für deinen Studienverlauf sein sein.

2

Auslandspraktikum

Absolviere ein Pflicht- oder freiwilliges Schulpraktikum im Ausland, beispielsweise über Erasmus+ oder Lehramt.International-Programm. Du sammelst praxisnahe Erfahrung und lernst direkt den Unterricht in einem anderen Land kennen. Das International Office kann dir dabei helfen, geeignete Finanzierungsmöglichkeiten zu finden.

 

3

Internationale Module im Studium

Einige Studiengänge bieten spezielle Module mit Auslands- oder Internationalisierungsschwerpunkt an – etwa bilingualen Unterricht, internationale Exkursionen und Summer/Winter Schools, Sprachkurse oder digitale Projekte mit Partnerhochschulen aus dem Ausland.

4

Freiwilligendienste und Fremdsprachassistenzen im Ausland

Programme wie weltwärts, der Europäische Freiwilligendienst oder der PAD – Pädagogischer Austauschdienst bieten spannende Möglichkeiten, internationale Erfahrungen zu sammeln, auch abseits vom Schulsystem. Traditionell werden Freiwilligendienste häufig vor Studienbeginn absolviert, doch je nach Planung ist ein Einsatz auch während des Studiums möglich. Auch Kurzzeit-Dienste von z. B. zwei Monaten werden von einigen Austauschorganisationen angeboten und eröffnen interessante Einblicke in Bildungssysteme, kulturelle Zusammenhänge und soziale Projekte.

5

Berufspraktische Auslandserfahrung nach dem Studium

Vor bzw. nach dem Referendariat kannst du zusätzlich einen Auslandseinsatz an Schulen oder Hochschulen im Ausland absolvieren, um dein Profil weiter zu schärfen und praktische Erfahrungen sowie Fremdsprachkenntnisse zu vertiefen. Dies bietet beispielsweise der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) mit dem Programm "Deutschlehren.International" an, das sich gezielt an Hochschulabsolvent*innen richtet.

Wenn du also denkst: „Auslandsaufenthalt im Lehramtsstudium – geht das?“ – Ja! Manche Programme fördern Auslandspraktika im Lehramt gezielt mit Stipendien oder Zuschüssen. Wichtig ist daher frühzeitige Planung und Bewerbung, im besten Falle mindestens ein Jahr im Voraus.
 

Die wichtigste Anlaufstelle für dich in dieser Situation ist das International Office (IO) deiner Hochschule. Dort erhältst du Beratung zu Finanzierungsmöglichkeiten wie Stipendien, Auslands-BAföG oder anderen Förderprogrammen (z. B. PROMOS), die seitens der Hochschule angeboten werden. Außerdem informieren die International Offices über internationale Projekte deiner Hochschule, etwa Hochschulweite Exkursionen, Kooperationen mit Partnerhochschulen oder Möglichkeiten, dich selbst interkulturell an der Heimat-Uni einzubringen, wie durch Tutor*innen-Programme, das Erasmus Student Network (ESN) oder andere internationale Initiativen vor Ort.

Kann ich mein komplettes Lehramtsstudium im Ausland verbringen?

Ein komplettes Lehramtsstudium ausschließlich im Ausland zu absolvieren und anschließend in Deutschland als abgeschlossen anerkannt zu bekommen, ist in der Regel nicht so einfach möglich. Das deutsche Lehramtsstudium ist stark reguliert: Wesentliche Prüfungen, wie das Erste Staatsexamen oder der Master of Education, müssen an einer deutschen Hochschule abgelegt werden oder zumindest vergleichbar sein (z. B. über anabin). Eine Anerkennung von vollständig im Ausland erworbenen Lehramtsabschlüssen außerhalb der EU ist nur über Anerkennungsverfahren möglich und meist nicht direkt gleichwertig mit deutschen Abschlüssen. Daher ist es grundsätzlich wichtig, vor einem Auslandsaufenthalt die Anerkennung von Studienleistungen durch die Heimathochschule zu klären. Learning Agreements können dich hierbei unterstützen, die Anrechnung von Auslandsleistungen in jedem Falle zu sichern.
 

Also: Ein komplettes Lehramtsstudium im Ausland zu verbringen, ist in Deutschland nicht die Norm. Teilleistungen, wie Auslandssemester oder Praktika, können jedoch angerechnet werden, wenn sie vorab mit der Hochschule abgestimmt werden, z. B. über ein Learning Agreement, während die Prüfungen und Kernphasen des Studiums in Deutschland stattfinden.

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DaZ-Lehrer*in werden

Auslandssemester

Auslandssemester - also ein oder zwei Semester während des Studiums im Ausland zu verbringen - ist dir sicher ein Begriff. Ein verpflichtendes Auslandssemester im Lehramtsstudium gibt es in Deutschland nicht flächendeckend. Ob du ins Ausland musst oder kannst, hängt von deiner Fachrichtung, deinem Bundesland und deiner Hochschule ab.

Grundsätzliche Infos:

  • Pflicht bei Neueren Philologien:
    Wenn du beispielsweise Englisch, Französisch oder Spanisch studierst, kann ein Auslandsaufenthalt vorgeschrieben sein – z. B. in NRW mindestens 3 Monate durch das Lehrerausbildungsgesetz. In allen anderen Lehramtsstudiengängen ist ein Auslandssemester häufig freiwillig, wird aber trotzdem empfohlen, um deine interkulturelle Kompetenz zu stärken.
     
  • Mobilitätsfenster im Studium:
    Viele Hochschulen planen feste Zeiträume (z. B. im 3.–7. Semester oder zwischen Bachelor und Master) ein, in denen du ein Auslandssemester absolvieren kannst, ohne Studienzeit zu verlieren.
     
  • Förderung & Programme:
    Praktika und Studienaufenthalte im Ausland werden häufig gefördert – z. B. über DAAD-Lehramt.International, Erasmus+, Promos oder Länderprogramme der Hochschule. Informiere dich hierfür am besten beim International Office deiner Hochschule oder deines Fachbereichs!
     
  • Learning Agreement:
    Ein zentraler Baustein bei der Planung deines Auslandssemesters sollte ebenfalls das Learning Agreement sein – ein verbindlicher Studienvertrag zwischen dir, deiner Heimat-Hochschule und der Gast-Hochschule, der dir die Anerkennung deiner Leistungen sichern kann.
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Geek-Kiste

✅ Learning Agreement

Ein Learning Agreement ist ein offizieller Studienvertrag zwischen dir, deiner Heimat-Hochschule und der Gast-Hochschule. Es legt vor einem Auslandsaufenthalt fest, welche Kurse du im Ausland belegst und wie diese im Inland anerkannt werden, sodass deine Leistungen sicher angerechnet werden können und du zurück in Deutschland nicht zusätzlich Kurse wiederholen musst.

  • Schafft Planungssicherheit bei deinen Studienleistungen.

  • Oft Voraussetzung für Stipendien oder Förderzahlungen.

  • Typischer Aufbau:

    • Vor dem Aufenthalt: Kursplanung und Modulzuordnung

    • Währenddessen: Anpassungen bei Änderungen

    • Nach dem Aufenthalt: Anerkennung der Leistungen

    • Digitale Versionen, z. B. das Online Learning Agreement, werden zunehmend genutzt.

DAAD-Programm „Lehramt.International“

Der Blick über den Tellerrand für Lehrkräfte ist ausdrücklich gewollt: Auch seitens des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) sollen gerade auch Lehrkräfte – trotz oder wegen des regulierten Studienverlaufs – dazu befähigt werden, internationale Erfahrungen während ihres Studiums sammeln zu können.
 

Mit dessen Programm „Lehramt.International" fördert der DAAD daher deutsche Lehramtsstudierende und Absolvent*innen bei Auslandspraktika. Was genau ist förderfähig? Studienbezogene Auslandspraktika an Schulen im Ausland von 1,5 bis 6 Monaten können unterstützt werden.

Wichtig: Die Förderung erstreckt sich nicht auf die 33 Erasmus-Programmländer – es geht also darum, wirklich mal „außerhalb“ der EU zu lernen und neue Perspektiven anzunehmen.

Die Module des Programms sind:

  • Modul A: Modellprojekte an Hochschulen zur Internationalisierung der Lehrerbildung.
  • Modul B: Individuelle Stipendien für Auslandspraktika im Lehramt.
  • Modul C: Beratung, Policy-Dialog und Strukturentwicklung der Lehrkräftebildung.
07:35 Min.

So sieht's bei der Deutschen Schule Quito (Ecuador) aus! (Quelle: Colegio Alemán Quito, 2024)

Kernstück für dich als Lehramtsstudent*in sind Stipendien für selbstorganisierte Praktika an schulischen Einrichtungen im Ausland, meist 1,5 bis 6 Monate, teilweise bis 12 Monate für Absolvent*innen. Gefördert werden Lehramtsstudierende aller Schulformen und Fächer; Einsatzorte sind z. B. PASCH‑Schulen, Deutsche Auslandsschulen (DAS) sowie Partner‑ und Kooperationsschulen deiner Hochschule.​
 

Typische Förderbestandteile:

  • Monatliche Stipendienrate und ggf. Auslandszuschläge (länderabhängig).
  • Reisekostenpauschale und ggf. Zuschläge bei besonderen Bedarfen.​
  • Die Praktika können Pflicht- oder freiwillige Praktika im Lehramtsstudium sein und lassen sich oft über ein Learning Agreement anrechnen.
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Beratungsbox

Deutscher Akademischer Austauschdienst e. V. (DAAD)

Der DAAD ist eine gemeinsame Einrichtung der deutschen Hochschulen und Studierendenschaften, die 1925 gegründet wurde und als weltweit größte Förderorganisation für den internationalen Austausch von Studierenden, Absolvent*innen und Wissenschaftler*innen gilt. Wenn du den Wunsch hast, Teil deines Lehramtsstudiums im Ausland zu verbringen, gibt es dafür konkrete Programme und Fördermöglichkeiten. 

Aufgaben und Tätigkeiten

Der DAAD fördert über 250 Programme, darunter Stipendien für Auslandssemester, Praktika, Promotionen und Forschungsaufenthalte, und hat seit seiner Gründung mehr als 3 Millionen Akademiker*innen unterstützt. Er stärkt die Internationalisierung deutscher Hochschulen, die Germanistik im Ausland, den Hochschulaufbau in Entwicklungsländern und berät in Bildungs- und Außenpolitik.​

Relevanz für Lehramtsstudierende

Und wie sieht's mit Internationalisierung und Lehramt aus? Hierbei unterstützt der DAAD Programme wie z. B. „Lehramt.International“ mit Stipendien für Auslandspraktika an Schulen weltweit, die in dein Studium angerechnet werden können. Über das International Office deiner Hochschule findest du deinen persönlichen Kontakt für Bewerbung und Beratung.

Weitere Stipendien, Programme und Finanzierungsmöglichkeiten fürs Lehramt

Manchmal wirkt so ein Auslandsaufenthalt wie ein riesiger Kostenberg – mit der richtigen (und rechtzeitigen!) kannst du es auch schaffen! Ein wichtiger Punkt ist, wie bereits erwähnt, das International Office deiner Hochschule, das dich bei Planung und Aufzeigen von Möglichkeiten unterstützen kann. Denn neben Lehramt.International gibt es eine Reihe weiterer Fördermöglichkeiten, die dir einen Praxis-Aufenthalt im Rahmen deines Lehramtsstudiums ermöglichen können. 

  • Erasmus+-Praktikum im Lehramt:
    Du kannst ein schulbezogenes Praktikum innerhalb Europas absolvieren – zum Beispiel an einer Deutschen Auslandsschule (DAS), einer Partnerschule oder über Kooperationen deiner Hochschule. Erasmus+ unterstützt dich dabei mit finanziellen Zuschüssen, organisatorischer Begleitung und klar geregelten Anerkennungsstrukturen.
     

  • Sprachassistenzprogramme:
    Programme mit inkludierten Stipendienleistungen wie Deutschlehren.International oder die Sprachassistenzprogramme des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD), des Goethe-Instituts, des DAADs, des OEaDs oder von Fulbright Germany ermöglichen dir, als Sprachassistenz an Schulen im Ausland zu unterrichten. Dabei sammelst du wertvolle Unterrichtserfahrung, verbesserst deine Fremdsprachenkenntnisse und lernst das Bildungssystem des Gastlandes aus einer authentischen Perspektive kennen.
     

  • Hochschulinterne Förderprogramme:
    Viele Hochschulen und philologische Fachbereiche bieten eigene Programme wie PROMOS und Auslandsmodule speziell für Lehramtsstudierende an. Diese Formate unterstützen dich häufig mit Stipendien, strukturierten Auslandspraktika oder partnerschaftlichen Austauschangeboten – ob deine Hochschule dich innerhalb des PROMOS-Programms unterstützt, erfährst du im International Office deiner Hochschule.
     

  • Auslands-BAföG:
    Auch ein Auslandsaufenthalt im Lehramtsstudium kann über Auslands-BAföG gefördert werden. Neben einem monatlichen Grundbetrag kannst du zusätzliche Leistungen wie Reisekosten, Zuschüsse zur Krankenversicherung oder länderspezifische Auslandszuschläge erhalten. Voraussetzung ist, dass dein Auslandspraktikum studienrelevant ist und bestimmte Mindestanforderungen erfüllt. Den Antrag solltest du so früh wie möglich stellen, um rechtzeitig unterstützt werden zu können.
    Wichtig zu wissen: Selbst wenn du im Inland keinen BAföG-Anspruch haben solltest, kannst du Chancen beim Auslands-BAföG haben, weil die die Fördersätze hierbei höher ausfallen.

Internationalisation@home

Fernweh – den Blues, der nach einem erfolgreichen Auslandssemester oder anderweitigen Auslandsaufenthalt im Lehramtsstudium einsetzt, kennen wir alle. Oder vielleicht hat das Auslandspraktikum aufgrund familiärer Verpflichtungen, der finanziellen Situation & Co. gerade einfach keine Priorität in deinem Leben. Das muss jedoch trotzdem nicht bedeuten, dass du auf eine internationale Erfahrung verzichten musst!
 

Internationalisation@Home (IaH) zeigt, dass internationale Erfahrungen nicht erst im Ausland beginnen müssen – sondern direkt an deiner Hochschule. Das Konzept sorgt dafür, dass alle Studierenden, auch diejenigen ohne Auslandssemester, wertvolle interkulturelle Kompetenzen entwickeln können. Gerade im Lehramt ist das ein echter Gewinn, denn Klassen werden immer vielfältiger, und internationale Perspektiven gehören längst zum Berufsalltag.
 

IaH bedeutet, dass internationale und interkulturelle Inhalte bewusst in Lehre, Curriculum und Campus-Leben integriert werden. Das kann ganz formell stattfinden – etwa durch Seminare mit globalen Schwerpunkten, englischsprachige Module oder internationale Summer Schools. Aber auch informelle Aktivitäten spielen eine große Rolle. So kannst du z. B. mehr Internationalität in dein Hochschulleben bringen:

  • Buddy-Programme deiner Fachschaft
  • Tutor*innen-Programme im International Office
  • Ehrenamt im europweiten Erasmus Student Network (ESN)
  • internationale Hochschulgruppen
  • Teilnahme an internationalen Summer Schools

Besonders spannend für Lehramtsstudierende sind Formen der virtuellen Mobilität wie COIL (Collaborative Online International Learning) oder Virtual Exchange. Hier arbeitest du digital mit Studierenden und Lehrkräften aus anderen Ländern zusammen, entwickelst Unterrichtsideen, bereitest gemeinsame Projekte vor oder reflektierst unterschiedliche Schulsysteme – ganz ohne Flugticket. Viele Hochschulen setzen solche Formate bereits ein, oft unterstützt durch DAAD-Projekte wie Lehramt.International (Modul A), die virtuelle Planspiele, internationale Kooperationen oder E-Portfolios in die Lehrkräftebildung integrieren – frag bei deinem Fachbereich gerne nach, inwiefern dies integriert ist oder in Zukunft umgesetzt werden kann!
 

Für das Lehramt bedeutet Internationalisation@Home: Du stärkst deine interkulturelle Kompetenz, lernst unterschiedliche Bildungsperspektiven kennen und bereitest dich auf eine diverse Schüler*innenschaft vor – selbst wenn ein Auslandsaufenthalt für dich (noch) nicht passt.

Tipps für deine Bewerbung & Planung

Damit deine Auslandserfahrung im Lehramt möglich wird, gibt’s hier die wichtigsten Tipps zum Abhaken:

  • Starte rechtzeitig: Recherchiere Auslandsprogramme und Partnerunis im ersten oder zweiten Semester. Je früher, desto besser. Das International Office deiner Hochschule steht dir hierbei zur Seite.
     
  • Unterlagen vorbereiten: Lebenslauf, Motivationsschreiben, Sprachzeugnisse, Empfehlungsschreiben – alles griffbereit haben. Sprich deine Dozent*innen aus dem Studium an, um dich insbesondere bei Empfehlungsschreiben und dazugehörigen Tipps zu unterstützen.
     
  • Finanzierung klären: Prüfe Stipendien deiner Hochschule sowie das DAAD-Programm Lehramt.International und PROMOS, oder fördere dein Auslandspraktikum über Erasmus+ oder andere Sprachassistenten-Programme.
     
  • Anerkennung sichern: Kläre vorab, welche Leistungen oder Praktika im Ausland angerechnet werden können oder welche Veranstaltungen du im Ausland belegen solltest, um zurück in Deutschland keine Kurse wiederholen zu müssen.
     
  • Plan B bereit haben: Ein Option B-Schulpraktikum im Heimatland hilft, falls das Ausland nicht klappen sollte.
     
  • Netzwerk aufbauen: Sprich mit ehemaligen Stipendiat*innen, Auslandskoordinator*innen oder Studienberater*innen – Insiderwissen lohnt. Auch online kannst du dich mit Studierenden austauschen und dich inspirieren lassen, z. B. über das Blog-Projekt Studieren Weltweit – Erlebe es! des DAADs.

Kann man als deutsche*r Lehrer oder Lehrerin im Ausland arbeiten?

Ja, mit einem deutschen Lehramtsabschluss kannst du dich auch dazu entscheiden, international arbeiten – vor allem an Deutschen Auslandsschulen, Europäischen Schulen oder Bundeswehrschulen weltweit. Ein international ausgerichtetes Lehramtsstudium oder ergänzende Auslandsaufenthalte öffnen viele Türen für deinen Berufsweg im Ausland.

Mögliche Karrierewege ins Ausland als Lehrer*in

  • Auslandsdienstlehrkraft (ADLK), Bundesprogrammlehrkraft (BPLK) oder Landesprogrammlehrkraft (LPLK): Vermittelt über die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), meist für beurlaubte deutsche Lehrer*innen. Typische Einsätze dauern 3–5 Jahre an rund 140 Deutschen Auslandsschulen (DAS) weltweit.
     

  • Ortslehrkraft (OLK): Direkte Bewerbung bei Schulen im Ausland, oft unbefristet, mit deutschem oder bilingualem Unterricht.
     

  • Weitere Optionen: Temporäre Einsätze über den Pädagogischen Austauschdienst (PAD), Arbeit an internationalen Hochschulen mit Anerkennung des deutschen Abschlusses oder das DAAD-Lektorenprogramm.

Voraussetzungen: In der Regel abgeschlossenes Lehramtsstudium (häufig inkl. Staatsexamen/Master of Education und Referendariat), gute Fremdsprachkenntnisse und erste Unterrichtserfahrung; Bewerbungen erfolgen über die ZfA, die jeweilige Organisation oder direkt bei den Schulen.